Sunday, 27. march 2011 7 27 /03 /März /2011 13:25

Ich schreibe jetzt einfach das auf, was ich mir vorhin - während des Schauens der Dokumentation auf einen kleinen Zettel schrieb ... Stichpunktartig. Denn es sind meine Gedanken. Wenn ich es in große Sätze fügen würde, würde es doch wieder eine Verstandestätigkeit sein. Ein "Schönmachen".

 

1. Stichpunkt:

 

Meine eigenen Bedürfnisse. Wie will ich mein Leben leben.

Wie will ich mein Leben leben?

 

2. Alles annehmen was kommt.

 

3. Freude für Alles Was IST.

 

Wenn ich Freude für Alles Was IST empfinde, beginne ich wirklich zu leben. Das nutzt den Menschen, die gegenwärtig im Drama stecken mehr, als Mitleid und Verstärkung der Ängste durch meine eigenen Ängste.

Mitgefühl und Liebe - Also das Mitfühlen, was in den anderen Menschen vorgeht und tiefster Respekt, für das, was sie auf sich nehmen.

 

Wenn ich Freude für Alles Was Ist empfinde, tue ich nur noch das, was mir Freude macht - ohne irgendeine Bedingung, die ich mir selbst stelle. Ich bin dann von niemandem mehr abhängig.

 

Wenn mich ein Gefühl von Furcht, Wut, Hass überkommt, zeigt mir das, wo ich nicht in Freude lebe. Es nützt nun gar nichts, wenn ich dagegen ankämpfe. Ich würde nur gegen mich selbst kämpfen. Denn das, was ich fühle bin ICH SELBST. Ich fühle auch die ganzen anderen Dinge, die Ängst der Leute, die Wut, Aggressionen usw. Ich weiß aber dann, dass es NICHT meines ist. Das klingt wie ein Widerspruch. Aber genau das ist das Alles Was Ist. Ich entscheide, was ich erlebe, wie ich es erlebe.

 

.... Zwischenbemerkung

Ich fühle gerade, wie ich wieder darauf schiele, was andere vielleicht von mir denken könnten ... wenn ich schreibe: Ich will nur Freude erleben...

 

Wenn mich ein Gefühl von Furcht, Wut, Hass überkommt, zeigt mir das, wo ich nicht in Freude lebe.

Ich fühle das Gefühl, erlebe die Wut. Und - ICH LASSE ES DA SEIN! Ich kämpfe nicht dagegen an. Ich atme das Gefühl aus tiefstem Herzen ein und vergebe mir. Und somit löst es sich auf.

 

 

Vielleicht fühlen sich ja andere animiert, sich selbst auch diese Fragen zu stellen und zu beantworten...

von Angelita - Community: Pioniere in der Neuen Zeit
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Sunday, 27. march 2011 7 27 /03 /März /2011 12:55

Nach langer Zeit des Nichtschreibens finde ich nun wieder zurück. Zurück zum Mitteilen. Mitteilungen an mich - Mitteilungen für andere. Andere lesen das, was mich bewegt. Ein Tagebuch quasi, und doch keines. Andere werden es lesen und vielleicht wird es für einige wichtig sein, was ich zu sagen habe.

 

Gerade habe ich im TV eine Dokumentation gesehen. Es ging um Menschen, berühmte und ganz Normale. Wobei mir das Wort "Normal" schon wieder nur sehr zögernd aus den Fingern schreiben will. Für mich ist es eine Schublade, wo irgendjemand oder irgendetwas hineingeschoben wird - von uns selbst oder von anderen. Man müsste sich die Frage stellen: Was bedeutet das Wort "Normal"??

 

In dieser Sendung also ging es um Menschen. Menschen, die mit irgendetwas nicht klarkommen in ihrem Leben. Auch ich ging und gehe da durch. Vielleicht nicht so dramatisch - aber dennoch. Auch in der Öffentlichkeit bekannte Menschen äußerten sich, legten ihre Gedanken, Probleme und ihr Leben auf  Das Leben, was HINTER DEN FASSADEN stattfindet. Fassaden zum Selbstschutz.

 

Wenn ich diesen Menschen zuhöre, empfange auch ich Gefühle in meinem Herzen. Ich beginne zu erkennen. Ja sogar Dinge, die ich vorher für RICHTIG FÜR MICH empfand stehen aufeinmal in Frage. Es wandelt sich. Ich hab mich sehr lange und sehr intensiv auch mit solchen Menschen beschäftigt. Erst war dort das sogenannten Helfersyndrom. Ein Helfenwollen, um der Anerkennung willen. Insgeheim will man selbst Anerkennung damit bekommen. Die heilige Samariterin. Eine Mutter Theresa. Und - um sich selbst nicht anschauen zu müssen. Man erkennt zwar, dass man so vieles, was die Anderen da erleben, auch selbst in sich erlebt. Aber immer kann man anderen besser helfen, als sich selbst. :-)

 

Also sah ich diese Doku. Es zieht mich auch zu solchen Dingen, mit Vorliebe sehe ich auf die Menschen. Und doch ist es kein Helfersyndrom mehr. Ein Sich Selbst Aufgeben. Es ist vielmehr nun ein Beobachten. Ein Feststellen. Ein Überblicken. Man fühlt in seinem Herzen, was hinter all den Fassaden steht. Einsichten kommen. Ein Feststellen - gleichsam ein Klären des eigenen Lebens. Fragen beantworten sich quasi von selbst. Kein Urteilen über sich selbst - kein Urteilen über andere. Nein - ein Durchfühlen dieser eigenen Gefühle. Es zu erleben, was da in mir vorgeht.

 

Gedanken auch an Japan ... Das bisher "Unvorstellbare" ist eingetreten ... Chaos, Leid, Angst - Todesangst. Ich stelle fest, dass diese Todesangst mich nur noch selten touchiert. Für mich gibt es nur den physischen Tod - das Ende eines Abschnittes im unendlichen Leben. Für mich gibt es kein Ende. Und dennoch ist mein Herz und mein Mitgefühl bei all diesen Menschen. Und nicht nur in Japan. In Libyen, in Ägypten, in Frankreich ... in der ganzen Welt. Denn es betrifft die ganze Welt. Alles alles verändert sich. Nichts ist mehr, wie es war. Und dennoch haben WIR es in der Hand, was daraus wird.

 

Wir müssen selbst die Verantwortung für unser Tun übernehmen. Den Sinn, der dahintersteht erkennen. Es wandelt alles in uns. Unser Fühlen, unser Denken, unser Tun. Wir  haben es in der Hand, was weiter passiert. Niemand kann sich ausschließen.

 

von Angelita - Community: Neue Erde
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Monday, 2. november 2009 1 02 /11 /Nov. /2009 21:57
Stelle dir vor: DU BIST DAS MEER. Nicht eine einzelne Welle - das ganze weite Meer.......
Fühle die Weite
Fühle die Stille
Fühle die Tiefe
Einfach DAS SEIN.

ICH BIN .....

Ich höre sanft das Rauschen der Wellen,
Fühle den Wind, der über meine Wasser streicht,
Die Sonne, die mich wärmt, den goldenen Glanz.
Ich schaue nach oben und schaue das Himmelszelt.
Myriaden von Sternen, Planeten,
Licht und Dunkelheit
vereint im Ewigen Sein.
Über meine Wasser fliegen die Wolken,
brausen Stürme,
Doch ich bin die Ruhe in mir.
In mir selbst ist Stille.

Regen benetzt mein Sein,
Boote streifen meine Wellen,
Wärme und Kälte durchflutet mich,
in meinen Tiefen - Leben,
Alles was Leben ist
und in mir die Stille.

Ich fühle mich selbst,
Meine Tiefen, meine Höhen,
ständig in Bewegung ohne Unterlass,
und doch Ruhe überall in mir.
Jeden Tag aufs Neue
neues Erwachen
Licht, Dunkelheit,
Tag und Nacht
und doch alles vereint in mir ........


von Angelita
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Thursday, 29. october 2009 4 29 /10 /Okt. /2009 10:20
Im Moment - in diesem Augenblick des Jetzt, der weder Vergangenheit noch Zukunft enthält - stecke ich voller Leidenschaft. Ich schreibe diesen Text  - leidenschaftlich. Es ist mir ein Bedürfnis, meine Gedanken und Gefühle der Welt mitzuteilen.

Wie oft gehen wir in den Tag, ohne irgendeine Leidenschaft zu fühlen - wir sehen in manchen Sachen keinen Sinn oder suchen nach Sinn. Ein Berur, der uns nicht ausfüllt. Wo wir nur arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Ist Geld verdienen eine Leidenschaft? Oder wäre es nicht eine Leidenschaft, einfach arbeiten zu gehen oder etwas zu tun, weil wir unbändige Freude dabei empfinden? Weil es uns ausfüllt, diese Tätigkeit.

Wenn dieses nicht da ist - schleppen wir uns schon früh morgens aus dem Bett - aus der selbstauferlegten Verpflichtung heraus, arbeiten gehen zu müssen, weil wir unseren Lebensunterhalt verdienen müssen. Und dann schleppen wir uns müde und leidenschaftslos zum Frühstück, zur Bahn oder zum Auto. Fahren müde und angestrengt zur Arbeitsstelle. Es nimmt uns übel mit - diese Arbeitsstelle, die Vorgesetzten, manche Kollegen, die Tätigkeit an sich. Vielleicht sogar am Fließband stehen, das jegliche Leidenschaft und Freude erstickt. Also gehen wir völlig leidenschaftslos und müde, frustriert zur Arbeit. Mit der selbst auferlegten Verpflichtung : Aber ich muss doch ... Ich muss Geld verdienen ... in den heutigen Zeiten kann man es sich nicht aussuchen, was man arbeitet. Ich würde ja vieeeeeeeeeel lieber .......... Und abends kommen wir müde nach Hause - geschafft, gestresst - wollen nur noch ins Bett - um dann am nächsten Tag dasselbe zu erleben....

Die Frage ist: Wie können wir unsere Leidenschaft wieder erwecken. Wie können wir uns aus dem Trott und Frust befreien.
Bei mir fand das statt, an einem trüben Tag, trüb wie jeder Tag - damals. Ich stand an meinem Abwaschtisch und der Abwasch türmte sich mal wieder. Nebenbei: Ich besitze keinen Geschirrspüler. Aber genausowenig gern wie den Abwasch machte ich auch alles andere ungern. Fensterputzen - ein Greuel. In jeder Ecke Dreck. Man sieht es erst recht, wenn man so richtig schön frustriert und leidenschaftslos ist. Dann verstärkt sich das Gefühl und man sieht einfach alles nur noch frustriert. Und denkt, wie wäre es doch, wenn ich eine Putzfrau hätte. Dann wäre das alles für mich erledigt. Was dann aber folgt, wenn ich eine Putzfrau habe, dann leite ich meinen Frust auf andere Sachen, die da sind. Also nützt es mir gar nix, alles zu verschieben. Und zu träumen und zu wünschen.

Also der Tag war da. Und ich war dermaßen angewidert von diesem Berg Abwasch, dass ich wütend (auf mich selbst und den Abwasch und auf die ganze Welt) den Abwasch äußerst aggressiv erledigte. Die Tassen, Teller und Bestecks regelrecht in den Korb wart. Mir war es herzlich egal, ob das eine oder andere davon kaputt geht. Dann fühlte ich mich erleichtert. Ich setzte mich hin und mir war klar, dass das keine Lösung sein konnte. Und endlich ging es mir auf. Ich brauche keine Putzfrau (heimlich wünsche ich sie mir doch öfter mal ;-) ) - ich  brauche keinen wunderschönen Tag und die trüben beiseite schieben. Nein - ich brauche LEIDENSCHAFT. FREUDE. Und auch Liebe zu mir selbst. Mich dafür lieben, dass ich auch mal frustriert bin. Und - ES EINFACH GESCHEHEN LASSEN. ANNEHMEN. AKZEPTIEREN ... und dann FREUDE bei Allem zu empfinden. LEIDENSCHAFT.

Also - bei mir fand das nun wieder am Abwaschtisch statt. Wiedereinmal frustriert. Null Bock. Angewidert. Und dann erinnerte ich mich daran. Es genügte, einfach nur eine Tasse in die Hand zu nehmen, sie sorgsam und fühlend zu betrachten, sie zu liebkosen mit meinen Gedanken .......... sie ist ja auch nur Bewusstsein. Und ich wusch sie voll Zärtlichkeit ab. Und tat es mit allen anderen Gegenständen auch. Und mit den anderen Tätigkeiten, die am Tag nun mal anfallen. Ich umarmte alle diese Dinge mit meiner Liebe und mit meiner Leidenschaft. In Bewunderung für die Schönheit dieser Dinge - und wenn es nur ein Dreckfussel war.

Mein Blick änderte sich. Mein Gefühl. Der Frust war weg. Voller Freude tat ich die Dinge, die nun mal getan werden müssen. Aber man kann auch sagen: Na und - dann bleibt das Zeug eben mal heute stehen. Ich widme mich lieber einem schönen Buch, dem Fernsehen - was auch immer.

Da tut sich doch die Frage auf: Warum begibt man sich in diesen Frust? Geld verdienen. Andere sollen zufrieden mit mir sein. Wenn ich schon nicht arbeiten gehe - da müsste doch mein Haushalt strahlen. Mal abgesehen davon, dass er bei mir NICHT strahlt. Also nicht klinisch sauber, wie man uns einzureden versuchte - vor nicht allzulanger Zeit mit einer bestimmten Werbung. Also warum?

Bei mir war es auch Geld verdienen. Man muss für die Familie sorgen. Man muss anderen gefallen. Man muss andere ernähren, bekochen. Das Essen muss abends auf dem Tisch stehen, wenn die anderen von der Arbeit kommen. Und man hat bei alldem auch noch ein schlechtes Gewissen, dass man vielleicht doch nicht genug getan hat, es nicht gut genug ist. Das über einen gesagt wird, naja - sie hat ja den ganzen Tag Zeit, was zu tun. Und sie hat ja nix anderes zu tun ........ Man tut eben alles für andere. Ich nehme mich davon auch nicht aus. Es ist bei mir teilweise auch immernoch so. Aber - es gibt den Unterschied.

ICH TU ES GERN. Weil ich meine Leidenschaft dabei entdeckt habe. Nicht für andere - für MICH. Wenn ich in allem Freude sehe, ich es eben nicht tue wegen der Anderen, sondern, weil es mir ein Bedürfnis ist. Für mich. Dann kann ich in allem Leidenschaft entdecken. Auch in Fließbandarbeit **gg.

Also es geht nicht darum, die Bedürfnisse anderer zu befriedigen, sondern meine Eigenen. Wer sagt denn, dass ich irgendetwas tun muss, damit ANDERE ZUFRIEDEN SIND UND MICH LIEBHABEN. DAS muss ich für mich selbst tun. Mich LIEB HABEN. Die anderen DÜRFEN  mich lieb haben, aber nicht, weil ich alles für sie tue.

Eine meiner Leidenschaften ist das Malen. Ähm. Immernoch erwische ich mich dabei, dass ich eigentlich doch für andere male. ANERKENNUNG zu bekommen. Was mich dann efüllt - aber wie schlimm, wenn sie ausbleibt ......... Nee - da bin ich dabei, nicht mehr abhängig zu sein, von der Meinung anderer. Es ist das Gleiche wie beim Abwaschen, Essen kochen und arbeiten. Es läuft auf dasselbe hinaus. Und ich bleibe dran, immer mehr meine Leidenschaft zu entdecken - für mich selbst - in allem, was ich tue.

Ich atme sie ein die Leidenschaft - Immer wieder. Ich erlaube der Leidenschaft in mein Leben einzufließen. In jeden Aspekt meines Lebens, in jede Erfahrung, in jedes Gefühl, in jedes Tun.

Alles Liebe
von Angelita
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Saturday, 10. october 2009 6 10 /10 /Okt. /2009 20:24
Unsere Kinder werden geboren, wir ziehen sie auf, nehmen ihnen Verantwortung ab. Schützen, nähren sie mit unserer Liebe. Aber - was ist, wenn sie selbst Verantwortung für ihr Leben übernehmen sollen. Auch da versuchen wir ihnen zu helfen, sie zu schützen, ihnen den "richtigen" Weg zu zeigen. Wir versuchen sie vor allem möglichen zu bewahren, selbst vor IN UNSEREN AUGEN problematischen Beziehungen zu beschützen. Ständig sind wir mit Adleraugen hinter ihnen her. Auf dass ja nichts passiert.

Ich fühle das zur Zeit auch am eigenen Leib. Meine Jungs sind schon lange erwachsen - 25 und 30 Jahre alt. Was soll ich sagen, sie wohnen noch zu Hause. Hotel Mama .....  Das trifft auch zum Teil zu. Aber nun ist die Zeit des Umbruchs. Mein jüngster Sohn hat inzwischen Familie mit zwei Kindern - von ihr mitgebracht. Und dann halte ich die Augen zu und sage: Um HImmels willen - was soll das werden. Und wieder ist da dieser berühmte Mutterinstinkt - beschützen, bewahren, kontrollieren. Und mein zweiter Sohn ist auch wieder ganz anders. Einzelkämpfer - im wahren Wortsinn. Schon als Kleinkind war das so ...

Bei meinem Großen hab ich gedacht: Er arbeitet in einer Zeitarbeitsfirma. Kommt viel herum, war sogar in Amerika. Und - er ist in sich verkapselt. Schweigsam - unnahbar. Und wieder frage ich mich: Warum ist er so? Was soll ICH denn tun? Ich möchte ihm doch so gern helfen bei seinen Sorgen.

Und trotzdem scheinen Barrieren da zu sein. Bei beiden. Es ist schon heikel. Aber es betrifft NUR mich - denn meine beiden Söhne sind ja erwachsen - und haben für sich selbst die Verantwortung. Haben IHREN WEG gewählt.

Wie macht man das nun als Mutter. Man liebt ja seine Kinder. Kann man sie einfach so LOSLASSEN? Ohne sich weiter einzumischen? Ohne ständig über sie zu wachen? Vor längerer Zeit sagte ich mal im Scherz zu meinem Großen: Nicht dass du noch mit Vierzig hier zu Hause sitzt ..... Hahaaaa. Welch ein Witz.

Also - es geht ums Loslassen. Selbstverantwortung. Hab ich die eigentlich schon für mich voll und ganz übernommen? Äähm. Was ist mit mir, warum hocke ich hier immernoch. Und hadere einmal mehr mit mir selbst. Warum? Weil ich doch insgeheim versuche alles in Frieden zu halten? Niemandem wehzutun - immer für meine Kinder dazusein - für meinen Mann - für die gesamte Familie - Verwandtschaft. Einmal zuviel JA gesagt? Petra ... kannste mal. Petra ... mach mal ... Haushalt, Kochen ... Gut - ich muss hier sagen, es ist ja ncht so, dass dies immer lästig ist. Es macht mir auch Spaß - manche Sachen jedenfalls.  Spaß macht es mir nicht, wenn ich merke, dass ich meine Kinder kontrolliere. Und wenns auch gut gemeint ist.  Aber wenn ich es bemerke, frage ich mich: Warum tu ich das? Sie sind doch erwachsen? Ich kann sie doch nicht einfach loslassen. Sie in ihr Unglück rennen lassen...

Und doch ist es unabänderlich. Wenn ich sie nicht in ihrem Weg behindern will, ihnen NICHT ihre Erfahrungen vorenthalten will, sie NICHT von ihrer Selbstverantwortung abhalten will - dann muss ich sie LOSLASSEN.  Sie wohnen im Moment noch hier. Da gibt es gewisse andere Sachen, die da mitspielen. Aber LOSLASSEN muss ich davon, sie kontrollieren zu wollen. Sie beschützen zu wollen., sie bewahren zu wollen usw. Denn DIES behindert sie in ihrem Leben. Sie kommen dann nicht dazu - Verantwortung für alles, was sie betrifft zu übernehmen. Für sich selbst verantwortlich zu handeln - und wenn es eben an die Grenzen führt. Was aber in Wahrheit nicht so ist - sie kommen an ihre Grenzen, um sie anzuschauen - ihren Weg, ihre Entscheidungen.  Um an diesen Punkt wieder zu entscheiden, wo sie weitergehen. Um vielleicht zu entscheiden, da ist ja noch jemand - meine Mutter - oder mein Vater - zu denen kann ich gehen, und sie um Rat bitten.

Wenn ich aber ständig hinterher renne, sie beobachte, bewahre, dann MANIPULIERE  ich sie. Versuche ihnen das aufzudrängen, was ICH gerne hätte. Und nicht das, was SIE ERLEBEN wollen. ER - LEBEN. Sie wollen ER - LEBEN, was passiert, wenn sie diesen und jenen Weg gehen. Und schließlich daraus lernen ...
von Angelita
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